KI, Kultur und Wandel – Die Rolle der Evangelischen Bank in der Transformation
Shownotes
Wie können Organisationen die Chancen von Digitalisierung und KI nutzen, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren? In der letzten Folge dieser Staffel sprechen wir mit Dr. Malte Frederik Möller, Head of Business Development & Regulatory der Evangelischen Bank und Geschäftsführer des Change Hubs. Gemeinsam beleuchten wir, wie Unternehmen Technologie verantwortungsvoll und zugleich mutig einsetzen können, welche Rolle die EB-Gruppe als Partner für Veränderung spielt und wie die Bank selbst die Möglichkeiten von Digitalisierung und KI nutzt. Eine Folge über Innovation, Wandel und die Chancen der digitalen Zukunft.
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00:00:08: Ermutigende Blickwinkel, der Podcast zur nachhaltigen Transformation.
00:00:14: Technologie ist eben auch eine sehr, sehr starke Kraft, die auch disruptives Potenzial mit sich bringt.
00:00:20: Was ich aber glaube, ist, dass Technologie eine Besonderheit hat, denn sie beeinflusst das Verhalten von Menschen.
00:00:26: Das betrifft die Kundenseite genauso wie die Mitarbeitendenseite von jeder Organisation, ganz egal, ob es eine Bank ist, ob es ein Krankenhaus ist oder ein Automobilhersteller.
00:00:37: Ja, also die Herausforderung sehen wir eigentlich in jeder Branche.
00:00:40: Das heißt, das Verhalten ändert sich, und auf Kundenverhalten muss man natürlich aus der Perspektive der verantwortungsvollen Unternehmensführung natürlich auch in besonderem Maße hören und sich darauf ausrichten.
00:00:53: Herzlich willkommen zur letzten Folge dieser Staffel.
00:00:57: Noch einmal dreht sich heute alles um Digitalisierung und KI.
00:01:01: Mir gegenüber sitzt Dr.
00:01:02: Malte Frederiksen, Möller, Head of Business Development and Regulatory bei der Evangelischen Bank und Geschäftsführer in der Tochtergesellschaft der eB, dem ChangeHub.
00:01:13: Hallo Malte, schön, dass du da bist.
00:01:15: Hallo David, ich freue mich, da zu sein.
00:01:17: Wir schauen heute darauf, wie die eB-Gruppe das Thema Digitalisierung und KI gestaltet und ihre Kundinnen und Kunden bei der Herausforderung begleitet.
00:01:27: Aber bevor wir einen Deep Dive machen und ins Gespräch kommen, erst einmal unsere beliebte Kategorie Schnell und ehrlich.
00:01:34: Malte, bist du bereit?
00:01:36: Ich bin bereit.
00:01:36: Kann losgehen.
00:01:42: Schnell und ehrlich.
00:01:44: Morgenmensch oder Nachteule?
00:01:45: Unbedingt Morgenmensch.
00:01:48: Unbedingt Morgenmensch.
00:01:49: Wieso?
00:01:49: Ja, es fällt mir schwer.
00:01:50: Also in den letzten Jahren fällt es mir schwerer mit Kindern im Haushalt.
00:01:53: Aber ich bin auf jeden Fall keine Nachteule.
00:01:56: Sehr gut.
00:01:56: Ich bin Nachteule, habe aber Kinder im Haushalt.
00:01:58: Das geht wohl auch.
00:02:00: Es geht wohl auch.
00:02:00: Von daher wurde ich zum Morgenmensch.
00:02:03: Absolut nachvollziehbar.
00:02:05: Entscheidungen treffen: Aus dem Bauch heraus oder erst mal eine Nacht darüber schlafen?
00:02:10: Aus dem Bauch.
00:02:12: Ja, weil du da gute Erfahrungen gemacht hast?
00:02:15: Weil ich an die Kraft von Intuition glaube.
00:02:17: Also viel Erfahrung bildet sich im Bauchgefühl ab und ich glaube, das ist eine gute Stimme, auf die man auch hören sollte.
00:02:24: Push-Nachrichten immer an oder Handy auch mal ausschalten?
00:02:27: Zum Leidwesen meiner Frau immer an.
00:02:31: Malte, vielen, vielen Dank.
00:02:37: Die Rolle der EB in der digitalen Transformation.
00:02:40: Lass uns darüber sprechen.
00:02:42: Viele Branchen stehen aktuell unter starkem Veränderungsdruck, nicht zuletzt aufgrund der digitalen Transformation.
00:02:48: Dies betrifft auch die Finanzbranche und ja, auch die Kundinnen und Kunden der Bank aus der Gesundheits- und Sozialwirtschaft.
00:02:55: Malte, warum spielt die Digitalisierung dabei eine zentrale Rolle?
00:02:59: Ja, ich glaube also, die Entwicklungen bei vielen Organisationen kommen aus unterschiedlichen Feldern heraus.
00:03:04: Also es gibt gesellschaftliche Entwicklungen, die für viele Organisationen eine große Herausforderung abbilden.
00:03:10: Es gibt politische Entwicklungen.
00:03:11: Es gibt auch geopolitische Entwicklungen, wie wir es jetzt gerade auch erleben, die viele Organisationen sehr, sehr stark beeinträchtigen.
00:03:18: Technologie ist eben auch eine sehr starke Kraft, die auch disruptives Potenzial mit sich bringt.
00:03:25: Was ich aber glaube, ist, dass Technologie eine Besonderheit hat, denn sie beeinflusst ist das Verhalten von Menschen.
00:03:32: Das betrifft die Kundenseite genauso wie die Mitarbeitendenseite von jeder Organisation, ganz egal, ob es eine Bank ist, ob es ein Krankenhaus ist oder ein Automobilhersteller.
00:03:43: Also die Herausforderung sehen wir eigentlich in jeder Branche.
00:03:47: Das heißt, das Verhalten ändert sich und auf Kundenverhalten muss man natürlich aus der Perspektive der verantwortungsvollen Unternehmensführung natürlich auch in besonderem Maße hören und sich darauf ausrichten.
00:03:57: Das ist natürlich etwas, was die Evangelische Bank auch tut.
00:04:00: Natürlich wissen wir, dass die Erwartungshaltung unserer Kunden sich verschiebt und verändert, und wir haben sehr, sehr früh darauf gehört und angefangen, natürlich auch darauf zu reagieren, haben digitale Services ausgebaut, einfach um auch näher am Kunden zu sein und ja, das Banking Experience eben zu gestalten, so wie das die Kunden von einer zeitgemäßen Bank auch erwarten.
00:04:21: Ja, also zusammenfassend: Ihr habt Prozesse einfacher gemacht, um die Kundinnen besser zu begleiten.
00:04:28: Ja, das ist richtig.
00:04:29: Also die Prozessperspektive ist das eine.
00:04:32: Ich glaube, was du so ansprichst oder was sich da so mittransportiert, ist so die Frage: Was verstehen wir denn eigentlich dann unter Digitalisierung oder digitaler Transformation?
00:04:41: Und ich glaube, das ist nicht ganz leicht, da eine einheitliche Definition irgendwie zu finden.
00:04:46: Was ich aber sehr eingängig finde, ist, sich mal zu überlegen, dass viele, viele Mitarbeitende oder viele Menschen insgesamt sich vorstellen, Digitalisierung bedeutet: Na ja, ich habe jetzt hier vielleicht nicht mehr ein Skriptor oder einen Zettel vor mir liegen, sondern ich habe jetzt irgendwie ein iPad und schon bin ich digital und das ist die Digitalisierung.
00:05:03: Das ist vielleicht ein Aspekt, aber es ist nicht der Aspekt.
00:05:06: Ich glaube, Digitalisierung, da geht es halt eher darum, dass man sich überlegt: Okay, welche Daten stehen denn auf einem Kreditantrag beispielsweise drauf?
00:05:13: Wie kann ich diese Daten auslesen und über Architekturen, über Systeme hinweg teilen?
00:05:17: Wie kann ich vielleicht auch in dem Ökosystem mit Dienstleistern, mit Partnern diese Daten in den Austausch bringen?
00:05:22: Da siehst du schon, das hat eine Prozessperspektive, die natürlich bedeutet, dass man sehr, sehr viel schneller werden kann, dass man auch die Dienstleister Leistungsqualität insgesamt einfach besser erbringen kann.
00:05:33: Und da liegt dann das Spannende, weil aus dem Datenstrom, der sich dann quer über Organisationen hinweg legt, entstehen auch neue Chancen für Geschäftsmodelle.
00:05:41: Und dann wird es richtig spannend und dann sind wir mitten in der digitalen Transformation drin.
00:05:46: Ja, vielen Dank einmal, dass du das Bild so aufgerissen hast.
00:05:48: Vielen Dank für diese Metaebene.
00:05:51: Lass uns doch mal über das Portfolio sprechen, über das Angebot der IB, denn die IB ist ja auch mehr als eine klassische Bank, nämlich Plattformgeber und Ermöglicher der digitalen Transformation.
00:06:02: Du hast es schon etwas angerissen, aber was heißt das konkret?
00:06:05: Also mich macht das immer besonders stolz, wenn ich merke, dass unsere Kunden davon sprechen, wie partnerschaftlich das Verhältnis mit ihrer Bank ist.
00:06:13: Also ich ziehe da für mich persönlich einfach auch viel, viel Motivation heraus.
00:06:17: Und es ist auf jeden Fall richtig, dass wir eine Bank sind und das ist unser Kerngeschäft und das ist das, was wir richtig, richtig gut können, mit einer herausragenden Nachhaltigkeitsexpertise.
00:06:27: So, das stimmt.
00:06:28: Und gleichzeitig sind wir auch mehr.
00:06:30: Ja, und wir haben einfach einen klaren Anspruch, den wir in unserer Unternehmensvision, in unserer Corporate Story immer wieder spielen, nämlich den Anspruch, strategischer Partner für unsere Kunden zu sein.
00:06:41: So, und strategischer Partner deckt natürlich auch Finanzfragen ab, ganz klar und ganz elementar und zu einem ganz, ganz großen Teil.
00:06:48: Aber es geht auch darüber hinaus, und die Dinge, die darüber hinausgehen, die wir in der Evangelischen Bank Unternehmensfamilie machen, die sind nicht weniger spannend als gutes Banking, denn wir begleiten halt unsere Einrichtungen, unsere Kunden in vielen Fragestellungen, beispielsweise Beispielsweise im Bereich der Immobilie, die natürlich einen wesentlichen Teil zum CO2-Footprint beispielsweise darstellt, die auch einen großen Kapitalbedarf hat, die im Betrieb einfach sozusagen auch komplex zu händeln ist.
00:07:14: Und da entstehen viele Fragestellungen, wo auch wir mit den Daten unserer Kunden arbeiten können, um Insights zu generieren und am Ende des Tages auch eine zusätzliche Perspektive anbieten können, die erstmal mit dem Bankgeschäft gar nicht so viel zu tun hat.
00:07:27: Das ist ein Aspekt.
00:07:28: Und natürlich, wir haben jetzt nur über über Digitalisierung oder Prozesse gesprochen, über Daten, was da so passiert.
00:07:36: Aber einen ganz entscheidenden Punkt haben wir noch gar nicht adressiert.
00:07:38: Es gibt ja auch Menschen in den Organisationen, ja, die—.
00:07:40: Wer hätte das gedacht?
00:07:41: Ja, wer hätte das gedacht?
00:07:41: Also man darf sie nicht vergessen.
00:07:44: Sozusagen die menschliche Facette spielt ja auch eine Rolle.
00:07:47: Ganz egal, wie gut der Prozess ist, es gibt Menschen, die irgendwie immer noch da auch eine Rolle drin haben.
00:07:51: Und demzufolge muss man sich eben auch immer wieder klarmachen, dass Transformation oder Veränderung auch eine verhaltensbezogene und eine unternehmensentwicklerische Perspektive haben.
00:08:01: Und der Change in Berlin, in dem ich die Geschäftsführung mit unterstützen darf in meiner Rolle, da tun wir genau das.
00:08:09: Also wir sind ein Ansprechpartner für die Kunden der Evangelischen Bank, wenn es um die Transformationsfragen geht, die nichts mit dem Banking-Geschäft zu tun haben, aber die trotzdem mit der Zukunftsfähigkeit der Organisationen einen Berührungspunkt haben.
00:08:21: Ja, das heißt, ihr baut sowohl physisch als auch digital Räume, um eben Innovation entstehen zu lassen, und das vor allen Dingen halt auch im Zusammenspiel mit Menschen?
00:08:29: Das ist eine schöne Übersetzung.
00:08:31: Also physisch und digital trifft es eigentlich sehr gut.
00:08:33: Also klar, der ChangeHub in Berlin hat eine herausragende Räumlichkeit, an der wir Begegnungen möglich machen.
00:08:38: Aber ich glaube auch, dass ein Raum gar nicht wirklich entscheidend ist.
00:08:41: Also die Frage, wie man sich begegnet, kann im Digitalen genauso gut stattfinden wie in einer Face-to-Face-Umgebung.
00:08:47: Und ich glaube, darauf muss man sich einfach einstellen und Begegnungsmöglichkeiten schaffen.
00:08:51: Wie die aussehen, ob wir uns virtuell treffen, ob wir uns in persona treffen, ist erstmal ganz egal.
00:08:57: Hauptsache, der Austausch funktioniert gut.
00:08:59: Das stimmt.
00:09:00: Ja, vielen Dank, Malte, schon einmal für diesen Überblick.
00:09:04: Kommen wir nun zu einem Bereich, der derzeit besonders stark im Fokus der digitalen Transformation, der Entwicklung steht und der eben für viele Motor der nächsten Transformationsstufe ist: Künstliche Intelligenz.
00:09:15: Kleiner Spoiler an der Stelle.
00:09:17: Wenn man über KI spricht, da denken ja viele zunächst an Chatbots, automatisierte Antworten oder Tools.
00:09:23: Routineaufgaben werden da an der Stelle übernommen.
00:09:25: Du hast es auch schon etwas angerissen.
00:09:27: Doch KI reicht inzwischen weit darüber hinaus.
00:09:28: Sie analysiert datenunterstützte Entscheidungen, erkennt Muster, die Menschen eben übersehen, und öffnet völlig neue Möglichkeiten in Beratung, Pflege und Finanzprozessen.
00:09:39: Und was bedeutet KI nun konkret für die Kundinnen und Kunden der eB?
00:09:44: Die Frage ist nicht leicht zu beantworten, weil ich glaube, die Perspektive auf so eine fortschrittliche Technologie wie künstliche Intelligenz hängt in unfassbarem Maße davon ab, wo ich eigentlich in der Auseinandersetzung damit stehe.
00:09:58: Insofern glaube ich, die Bilder, die da hervorgerufen werden, die sind super individuell und reichen von: Ich habe Angst vor der Technologie, weil ich weiß gar nicht, was sie mit mir macht, bis hin zu Meinungen, die sagen: Also ich kann es eigentlich gar nicht abwarten, da so richtig Gas zu geben, weil ich einfach um das Potenzial weiß.
00:10:14: Und irgendwo dazwischen liegt wahrscheinlich die gesamte Bandbreite der Menschheit, die sich irgendwo einsortieren entlang dieses Spektrums.
00:10:22: Ich persönlich glaube, dass KI nicht nur ein Tool ist., sondern es ist eine gesamte Architektur, die wir im Prinzip uns gerade anschauen, die da gerade entsteht und zwar jeden Tag neu entsteht in einer Geschwindigkeit, die ja bemerkenswert ist.
00:10:35: Also wenn wir uns gestern über KI unterhalten hätten, über die Modelle, die da relevant sind, heute sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.
00:10:42: Also ich glaube einfach, dass unsere Kunden aus der Gesundheits- und Sozialwirtschaft und auch aus der Kirche merken, dass diese Technologie nicht ignoriert werden kann und darf, sondern dass man sich sehr bewusst die Frage stellen muss: Wie können wir uns mit dieser Technologie auseinandersetzen, um, wie du schon beschrieben hast, Prozesse effizienter zu machen, aber auch so in letzter Konsequenz aber auch die Frage zu beantworten: Welche Rolle hat die menschliche Entscheidung dann auch immer noch?
00:11:07: Also ich glaube schon fest daran, dass diese Interaktion von Mensch und KI in der Zukunft eine ganz relevante Ergänzung sein wird.
00:11:16: Also wenn man sich heute anschaut, ich kenne es ja nur so ein bisschen aus der wissenschaftlichen Perspektive.
00:11:21: Ich war selbst studiert im Bereich KI unterwegs gewesen und ich habe immer noch so Spaß daran, Analysen zu lesen und Studien mir anzugucken.
00:11:29: Ich habe neulich eine ganz interessante Diskussion verfolgt.
00:11:32: Da ging es um die Frage: Welche Bedeutung hat KI eigentlich in der Medizin?
00:11:36: Da war die Meinung, die Studienlage ist eigentlich relativ klar.
00:11:40: Also wenn ich ein Problem nur von den Ärzten untersuchen lasse, dann kommt da eine Qualität X raus.
00:11:46: Wenn ich zusätzlich KI hinzugänze auf die gleiche Fragestellung, dann wird das Ergebnis besser.
00:11:51: Und interessanterweise ist, wenn man die KI allein lässt, das Ergebnis auch nicht besonders gut.
00:11:56: Es wird eben dann besser, wenn der menschliche Faktor auch dazukommt.
00:11:59: Und ich glaube, daraus kann man viel lernen.
00:12:01: Man kann nämlich daraus lernen, dass es um eine Ergänzung geht, um ein Zusammenspiel.
00:12:05: Und darin liegt, glaube ich, so ein bisschen die Zukunft auch ein Stück weit, diese Interaktion stärker auszugestalten.
00:12:14: Und das machen unsere Kunden auch ganz konkret.
00:12:16: Also ich bin da selbst immer wieder erstaunt, wie viel Innovationskraft und Experimentierfreude auch in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft und der Kirche da ist.
00:12:24: Ja, Malte, KI ist also kein Selbstzweck, sondern tatsächlich ein Werkzeug, was aber vom Menschen bedient werden möchte.
00:12:32: Ja, und das hast du, finde ich, noch mal sehr schön zusammengefasst.
00:12:37: Lass uns doch mal einen Blick in die Bank werfen.
00:12:43: Wie setzt denn die IB künstliche Intelligenz im eigenen Haus ein?
00:12:47: Ja, also wir machen uns natürlich auch auf den Weg.
00:12:50: Für uns ist sehr, sehr klar, dass das eine Technologie ist, mit der wir uns auseinandersetzen müssen.
00:12:54: Wenn man sich die Chancen anguckt und die Möglichkeiten, das ist so stark ausgeprägt und da ist schon sehr viel unterwegs, was einem natürlich auch Inspiration gibt.
00:13:02: Und wir sagen natürlich: Okay, wir wollen natürlich auch da uns anschauen, welche Möglichkeiten eröffnet das für uns?
00:13:07: Also wir verschließen diese Augen nicht vor diesem Trend.
00:13:09: Das ist auch etwas, was wir tatsächlich schon seit einigen Jahren auch auf der Beobachtung haben.
00:13:14: Natürlich auch in unserer Strategie taucht das Thema auch in der Vergangenheit immer schon wieder auf und ich glaube, Wir sind jetzt seit einigen Jahren an einem Punkt, wo man sagt: Okay, jetzt müssen wir wirklich schauen.
00:13:22: Und das tun wir in, wie ich finde, sehr verantwortungsbewusster Art und Weise mit unseren Technologiepartnern, die wir haben.
00:13:28: Denn eins darf man nicht vergessen: Bei aller Innovation im Bankgeschäft spielt auch ein Aspekt eine ganz wichtige Rolle, nämlich es muss sicher sein.
00:13:35: Diese digitale Resilienz, die wir brauchen, die auch regulatorisch gefordert ist, fordert uns auch einen sensiblen Umgang mit neuen Technologien ab.
00:13:42: Natürlich geht es um Augenmaß, aber es geht auch darum, Fähigkeiten aufzubauen.
00:13:46: Und da sind wir mittendrin.
00:13:48: KI soll uns helfen.
00:13:49: Soll uns also helfen, eine bessere Dienstleistung zu erbringen, ganz egal, um was es geht, ob das ein Kreditantrag ist, ob das das Anlagegeschäft ist, ob das allgemein die Kundenbetreuung ist.
00:13:58: Da wollen wir natürlich gucken, und wir merken einfach ein super hohes Interesse auch von unseren Mitarbeitenden.
00:14:04: Was passiert da?
00:14:05: Was kommt da?
00:14:06: Und wir gehen auf dieses Thema ganz selbstbewusst rein, indem wir sagen: Okay, wir setzen uns damit auseinander, dann bringen wir doch die Belegschaft der eB auch zusammen, sich mit dieser Technologie auch zu befassen.
00:14:17: Wir haben also Schulungsprogramme aufgesetzt, weil uns natürlich ganz bewusst ist, Ich habe vorhin dieses Spektrum aufgezeigt.
00:14:23: Je nachdem, wo man steht in dieser Kurve der Auseinandersetzung, hat man eine unterschiedliche Wahrnehmung.
00:14:27: Wir wollen natürlich schon versuchen, die Belegschaft da mitzunehmen und auch nicht wie das scheue Reh im Scheinwerferlicht zu stehen und sagen: Ich weiß gar nicht, was da kommt, ich mache jetzt gar nichts mehr.
00:14:35: Sondern eher ganz selbstbewusst zu sagen: Okay, ist eine neue Technologie, ich will das lernen, ich will da rangehen.
00:14:39: Und demzufolge spielt natürlich das Thema Schulung eine große Rolle.
00:14:42: Auch das Experimentieren.
00:14:44: Wir haben ein tolles Format gehabt mit der Führungswerkstatt, wo es darum ging, auch den Führungskräften diese Technologie mal näherzubringen, um auch wirklich in die eigene Mitarbeiterschaft auf dieses Thema reinzubekommen.
00:14:55: Denn man kann eine tolle Digitalisierungsstrategie haben, man kann tolle Arbeitsanweisungen haben, die dies und das nahelegen, aber sind wir mal ganz ehrlich, also jeder von uns, egal ob Führungskraft, Vorstand oder Sachbearbeitung, ist vollkommen egal, wir müssen das leben, was in diesen Strategiepapieren halt drinsteht.
00:15:11: Und da sind wir mitten in der Reise drin mit hoher Geschwindigkeit.
00:15:16: Malte, du hast davon gesprochen, die Mitarbeitenden mitzunehmen, sie zu empowern, denn sonst verpufft der ganze Effekt und Nachhaltigkeit sieht an der Stelle dann ganz anders aus.
00:15:23: Ihr habt die sogenannte KI-Nacht ins Leben gerufen.
00:15:27: Was hat es denn damit auf sich?
00:15:29: Ja, das war ein super spannendes Format, wo wir die Belegschaft des Hauses eingeladen haben, zu einem inspirierenden Abend zusammenzukommen, zu einem Austausch zusammenzukommen, der interessanterweise ganz analog war, also wirklich in einer physischen Begegnung stattgefunden hat und natürlich auch dann die Gespräche einen sehr, sehr interessanten Rahmen einfach gegeben hat.
00:15:47: Und wir haben gesagt, diese KI-Night, wie wir das getauft haben, soll einfach dazu da sein, die Hemmschwelle ein Stück weit runterzunehmen.
00:15:54: Also deswegen haben wir so eine Mischung gemacht aus Vorträgen, nicht nur aus internen Perspektiven, sondern wir haben auch Gäste dort gehabt, die Dinge vorgestellt haben.
00:16:03: Und vor allem haben wir einzelne Demo-Sessions gehabt, wo so Breakout-Möglichkeiten bestanden.
00:16:08: Die Mitarbeitenden konnten in verschiedenen Räumen unterschiedliche Dinge entdecken rund um das Thema KI.
00:16:13: Und das war natürlich ein toller Erfolg.
00:16:15: Genau, ich erinnere mich da noch sehr, sehr gerne dran, weil es wie gesagt auch für mich ein ganz toller Abend war und sehr, sehr inspirierend.
00:16:21: Ist das Ganze ein Auftakt von einer Reihe?
00:16:23: Das würde ich unbedingt so sehen.
00:16:25: Also ich habe vorhin die Schnelllebigkeit von KI angesprochen und die Dinge, die wir dort gezeigt haben.
00:16:31: Welche Modelle gibt es eigentlich und welche Architekturen kann man denn jetzt schon so erkennen?
00:16:35: Wahrscheinlich, wenn ich jetzt heute auf meinen Foliensatz gucken würde, den ich da in der Keynote auch gehalten habe, wahrscheinlich würde ich sagen, das ist heute schon nicht mehr aktuell und die KI Night ist wenige Wochen her.
00:16:46: Also diese Schnelllebigkeit bedeutet natürlich auch immer wieder zu schauen: Okay, Wie kriegt man die Belegschaft da auch mitgenommen?
00:16:52: Welche Informationsbedarfe gibt es eigentlich?
00:16:55: Ich glaube, das ist ein absoluter Imperativ für jede Organisation, sich zu überlegen: Wann ist wieder ein Zeitpunkt, wo ich dieses Thema nochmal stressen muss und nochmal auf die Bühne heben muss, um zu sagen: Es geht nicht weg, wir müssen uns damit auseinandersetzen.
00:17:06: Also ich glaube, es braucht einfach den steten Tropfen bei dem Thema, um weiterhin verantwortungsvoll damit umzugehen und sich zu überlegen: Was ist eigentlich für uns mit dieser Technologie alles drin?
00:17:16: Dann freuen wir uns auf jeden Fall auf alle weiteren Veranstaltungen, um weiter am Ball zu bleiben, am Puls der Zeit.
00:17:22: Ja, das klingt auf jeden Fall spannend.
00:17:24: Wir haben aber auch am Rande der Veranstaltung mit Michael Müller von Microsoft gesprochen und ihn gefragt, was Unternehmen seiner Meinung nach tun müssen, um KI verantwortungsvoll einzusetzen.
00:17:35: Malte, wollen wir da mal reinhören?
00:17:36: Ja, unbedingt.
00:17:37: Dann ab dafür.
00:17:41: Um KI verantwortungsvoll einzusetzen, sehe ich Als Allererstes das Thema Schulung, also wirklich diesen Umgang zu vermitteln, die Gefahren aufzuzeigen, weil momentan haben wir noch sehr, sehr wenig Grenzen.
00:17:56: Man muss zum Beispiel im Datenschutz aufpassen, dass ich Informationen entsprechend qualifiziere, dass auch durch die Tools bereits identifiziert werden kann, wo vielleicht eine Information, die nicht nach außen gehen sollte, die nicht weit verbreitet werden sollte, in der KI verwendet wird und dann nicht weiterverwendet werden darf.
00:18:16: Also so Thema Oversharing.
00:18:18: Und das Zweite ist das Thema, den Datenhaushalt in Ordnung zu bringen, dass ich nicht aus Versehen Informationen in der KI verwende und vor allem dann auch weiterverwende, wenn ich ein KI-Ergebnis produziert habe, in dem vielleicht Informationen enthalten sind, die nicht für jeden zugänglich sein sollten, und ich die dann plötzlich über andere Wege teile.
00:18:46: Das war Herr Müller von Microsoft.
00:18:50: Was denkst du dazu, Malte?
00:18:52: Also da sind in dieser Antwort auf jeden Fall sehr, sehr viele wichtige Elemente drin.
00:18:56: Also die Frage: Welche Daten kann ich denn überhaupt mit einer KI teilen?
00:18:59: Wo kann ich mich eigentlich sicher fühlen?
00:19:01: Was ist sozusagen auch mein verantwortungsvoller Umgang mit der Technologie?
00:19:06: Und gleichzeitig ist mir eins noch mal auch wichtig, weil mein Gefühl ist schon, dass wir in Deutschland so Weltmeister im Bedenkenträgertum auch sind.
00:19:14: Und ich fühle da so eine Handbremse und ich möchte dafür plädieren, dass wir diese Handbremse lösen.
00:19:18: Denn ich möchte eigentlich nicht zu einer guten Lösung die Probleme finden.
00:19:23: Ich bin schon sehr, sehr stark auf der Chancenseite und ich negiere aber nicht, dass es da Risiken gibt.
00:19:28: Und für die muss ich eben sehr, sehr auch sensibilisiert sein.
00:19:31: Unsere Schulungsprogramme in der Evangelischen Bank haben auch letztlich das auch zum Hintergrund.
00:19:36: Deswegen ist das auch klar.
00:19:37: Das muss man auch wissen.
00:19:38: Und gleichzeitig wünsche ich mir einfach einen viel mutigeren Umgang mit KI.
00:19:44: Denn wenn ich auf diese Entwicklung insgesamt gucke, Auch für uns als Gesellschaft.
00:19:48: Dann habe ich einfach Sorge, dass einfach die Messe, die Aufgabenverteilung weltweit, was KI angeht, eigentlich schon gelesen ist.
00:19:54: Also wir wissen im Prinzip schon: Okay, Amerika ist sehr, sehr stark.
00:19:57: Asien ist auch sehr stark.
00:19:58: China ist sehr stark.
00:19:59: Und wo bleiben wir Europäer?
00:20:00: Und ich glaube, wir haben noch eine Chance, indem wir Anwendungsweltmeister werden und diese Technologie wirklich umsetzen und damit Dinge machen.
00:20:08: Und da möchte ich einfach für sehr, sehr viel Mut plädieren, dass wir wirklich uns nicht mehr so sehr auf der Architekturseite abmühen, uns die Frage stellen: Haben wir da noch eine Chance reinzukommen?
00:20:16: Da glaube ich ehrlicherweise nicht so sehr dran.
00:20:18: Vielleicht wird die Zukunft ja zeigen, dass ich da falsch gelegen habe, wenn ich in 3 Jahren den Podcast mir noch mal anhöre.
00:20:24: Und gleichzeitig glaube ich, wir haben einfach noch eine ganz tolle Chance, in Deutschland wirklich Anwendungsweltmeister bei dem Thema zu werden und uns mutig damit auseinanderzusetzen.
00:20:32: Und das würde mich freuen, davon in Zukunft noch viel, viel mehr zu sehen und zu hören.
00:20:36: Ja, Malte, du hast jetzt schon einen Blick in die Zukunft geworfen.
00:20:40: Was nimmst du denn jetzt unabhängig vom Mutigsein, von der Umsetzungsstärke noch weiter mit?
00:20:47: Welche Entwicklungen siehst du noch in den kommenden Jahren?
00:20:49: Na ja, also in unserer Unterhaltung hat sich ja eins schon gezeigt: Wir sind eigentlich nie fertig.
00:20:54: Wir sind nie an einem Punkt, wo wir sagen: So, jetzt haben wir KI auch verstanden.
00:20:58: Jetzt haben wir volle Klarheit darüber erlangt, was wir für Möglichkeiten haben, weil dafür ist die Entwicklung einfach zu schnelllebig.
00:21:05: Und ich bin mir sehr, sehr sicher, dass wir wahrscheinlich schon in einigen Monaten Dinge erleben werden, die wir heute noch gar nicht für möglich halten.
00:21:13: Und ich habe so einen Spruch, der mir in sehr guter Erinnerung geblieben ist, von einem Zukunftsforscher.
00:21:19: Der sagte mal, der redete davon: Science Science Fiction ist schon längst Science Fact.
00:21:24: Und das finde ich ein sehr, sehr starkes Statement, was mir sehr, sehr gut gefällt, weil das, was vor ein paar Jahren noch bei KITT und Knight Rider so möglich war, haben wir alle gesagt: Das ist ja hanebüchen, das kann ja gar nicht stimmen.
00:21:36: Und heute sagen wir: Ja klar, kann ich mit meiner Uhr sprechen und das Auto fährt auch autonom.
00:21:39: Und deswegen bin ich ganz sicher, wir sind einfach noch nicht fertig auf dieser Journey.
00:21:42: Es wird noch sehr, sehr viel passieren.
00:21:44: Und das, was wir uns in der Auseinandersetzung mit dieser Technologie oder mit Technologien im Allgemeinen einfach immer wieder ins Gedächtnis rufen müssen: Wir brauchen auch eine Bereitschaft, immer wieder zu lernen.
00:21:55: Das ist nicht altersabhängig.
00:21:56: Das ist eigentlich auch egal, in welcher beruflichen Phase ich unterwegs bin.
00:21:59: Ich glaube, ich muss immer den Anspruch haben zu verstehen, was da passiert, und da dranzusein.
00:22:04: Es gibt doch alle Möglichkeiten dazu.
00:22:06: Häufig ist man nur ein YouTube-Video davon entfernt, Dinge zu verstehen, die man vorher noch nicht verstanden hat.
00:22:11: Das stimmt.
00:22:12: Lebenslanges Lernen ist auf jeden Fall ein Stichwort, was ich persönlich daraus mitnehme.
00:22:18: Kommen wir nun zu meiner persönlichen Lieblingsrubrik in diesem Podcast, dem Mutmacher.
00:22:23: Was hast du uns heute mitgebracht, Malte?
00:22:32: Mutmacher.
00:22:34: Der Mutmacher ist der schwierigste Part der Vorbereitung auf einen Podcast, wie ich gelernt habe.
00:22:38: Ich habe mir einen Satz rausgesucht, der mich in den letzten Tagen sehr, sehr stark inspiriert hat und der mir viel mitgegeben hat.
00:22:48: Und der stammt aus einem Vorwort eines Trendpapiers von einem großen KI-Anbieter.
00:22:54: Und da geht es um die Frage der Interaktion mit Technologie.
00:22:59: Der Satz ist auf Englisch und er lautet: "From assistance to collaboration." Da kann man, finde ich, ganz, ganz viel ablesen und da steckt für mich auch viel Hoffnung drin, weil es geht nicht nur darum, Technologie als ein Werkzeug zu verstehen, sondern sich eben die Frage zu stellen: Was gebe ich denn eigentlich sozusagen in diese Technologie mit rein und wie entsteht eigentlich aus dieser Interaktion etwas, was ich bislang gar nicht für möglich gehalten halten habe.
00:23:26: Denn das ist, glaube ich, der Mutmacher am Ende des Tages, dass wir mit KI Dinge machen können, die wir selbst vorher noch gar nicht beherrscht haben.
00:23:35: Jeder von uns kann programmieren.
00:23:36: Wir beide könnten uns jetzt hinsetzen, könnten programmieren.
00:23:39: Das wäre überhaupt kein Problem.
00:23:40: Wir können das machen.
00:23:41: Das funktioniert.
00:23:45: KI-Leute sagen häufig, es geht um Enhancement, also um die Steigerung unserer eigenen Fähigkeiten.
00:23:50: Und das ist doch cool, wenn ich mir überlege, welche Möglichkeiten wir heute haben, Also wem das nicht Hoffnung gibt, der kann mich gerne noch mal anrufen und dann führe ich auch dieses Gespräch gerne, um einfach zu zeigen, welche Möglichkeiten einfach heute da sind.
00:24:04: Ich glaube, das ist etwas, wo uns viele auch drum beneiden, dass wir diese Möglichkeiten haben, uns damit zu befassen.
00:24:09: Ja, die künstliche Intelligenz als eine Art Freund, als Kolleg:in zu bewerten und zu nutzen, ist auf jeden Fall ein spannender Aspekt und eine spannende Sicht auf die Dinge.
00:24:20: Macht auf jeden Fall Mut, da seine Augen nicht zu verschließen.
00:24:23: Und offen für alles zu sein, was da kommt.
00:24:30: Ja, danke euch fürs Zuhören und dir vor allen Dingen, Malte, für deine wertvolle Zeit und das offene, spannende Gespräch und die vielen, vielen Insights und Mini-Deep Dives an der Stelle.
00:24:40: Wir könnten uns noch Stunden unterhalten.
00:24:42: Das stimmt.
00:24:43: Sind jetzt hier aber leider schon am Ende angekommen.
00:24:48: Ja, und damit geht auch eine aufregende Staffel rund um Digitalisierung und KI zu Ende, in der wir viele neue Perspektiven gewinnen konnten.
00:24:59: Wenn ihr Feedback habt oder Themenwünsche für die nächsten Folgen, schreibt uns gern über Social Media oder direkt an podcast@eb.de.
00:25:07: Und ich sage bis bald.
00:25:11: Schön, dass ihr dabei wart.
00:25:12: Abonniert uns für weitere ermutigende Inhalte zur nachhaltigen Transformation in Kirche, Gesundheits- und Sozialwirtschaft.
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